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FSSV Karlsruhe e.V.
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Wie ist die Lage, Ali?

Hallo Ali! Wie geht es dir? Wie hältst du dich grade fit?
Mir geht es soweit gut. Durch den Schulsport und wöchentliches Fußballspielen lasse ich das Blut durch die Adern fließen. Zwar macht es im Team Spaß als auf den Bolzplätzen, doch durch die aktuelle Situation ist das natürlich schwierig.

Hast du aktuell noch Kontakt zu Mitspielern? Wie sieht der aus?
Klar doch! Mit vielen spiele ich Fußball oder zocke online auf der Konsole. Auch Aris‘ Livestream ist ein Highlight und sehr zu empfehlen: https://www.twitch.tv/grienese. Ich würde mich aber freuen, die ganze Mannschaft und das Trainerteam wieder zusammen auf dem Platz zu sehen. Wird langsam Zeit!

Ali am Ball

Ali überzeugt mit seiner Durchsetzungsfähigkeit

Seit einigen Jahren gibt es bei der FSSV seit dieser Saison endlich wieder eine A-Jugend. Du bist aus Beiertheim an den Adenauerring gekommen, wie kam es dazu?
Das hat sich damals so ergeben. Früher bis zur D1 habe ich noch für die FSSV gekickt und bin dann zum SVK Beiertheim gewechselt. Damals habe ich zu den Mitspielern gesagt: „Zur A-Jugend komme ich wieder“. Nachdem ich einige Zeit in Beiertheim aktiv war, hätte ich nie an einem Wechsel zurück gedacht. Jedoch lief die letzte Saison nicht wie gehofft. Ich hatte kaum Spaß am Fußball, mein Abitur begann und der ständige Leistungsdruck waren Faktoren für einen Wechsel zurück an den Adenauerring.

Warum zur FSSV? Ich wohne nicht weit vom Sportplatz, gute Freunde spielen hier, ich kenne den Verein seit der Jugend und die Mannschaftsatmosphäre ist entspannt. Beide Vereine spielen sportlich auf dem gleichen Niveau, was meine Wechselgedanken nochmal unterstrichen hat.

Wie lief die bisherige Saison? Was waren deine persönlichen Highlights?
Ich glaube mit so einer starken Leistung hat keiner gerechnet. Das hat man schon am ersten Spieltag gemerkt: gegen einen sehr starken Gegner aus Kirchfeld haben wir unglücklich und unerwartet 1:0 verloren haben. Mit zwei Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage wurde die Saison leider abgebrochen.
Persönliche Highlights waren der Ausgleich zum 1:1 gegen JSG Pfinztal und das kuriose Pokalspiel gegen die JSG Oberes Albtal, das wir zuteil ohne Flutlicht spielen mussten und ins Viertelfinale eingezogen sind. Ich hoffe, dass wir da anknüpfen können, wo wir aufgehört haben.

Welchen Stellenwert gibst du dem Fußball im Verein für Jungs in eurem Alter?
Damals ist man noch auf den Bolzplatz gegangen und wusste vorher, dass dort Freunde kicken und wir spielen, bis es dunkel wird. Im Laufe der Zeit hat sich das ins Negative entwickelt. Die Anzahl der Jungs in meinem Alter, die regelmäßig Fußball spielen ist deutlich gesunken. Die Meisten sitzen vor dem Bildschirm und bewegen ihre Finger am Controller und vernachlässigen die Bewegung an der frischen Luft. Ich zocke zwar auch, aber mein Fokus liegt auf dem Fußball als erste Priorität – nach der Schule. Die Generation grade hat den Fokus oft auf Schwachsinn, der zwar im ersten Moment cool scheint, aber eigentlich nur destruktiv und kurzweilige Unterhaltung ist. Das bringt mich nicht weiter, ich möchte was bewegen. Ich finde es sehr schade, dass einige ehemalige Fußballer nicht mehr aktiv sind.

In vielen Vereinen – so kommt es mir vor – gibt es zwei Extreme: es geht nur um Leistung oder Zeitvertreib ohne große Ambitionen. Oft fehlt die Balance und Freude am Fußball. Unsere A-Jugend ist ein Gemisch aus beidem: wir haben alle Spaß, geben aber Vollgas und liefern gute Leistungen ab.

Was wünschst du dir für den Verein und die Jugendarbeit in den nächsten Jahren? Wo siehst du am meisten Verbesserungspotential?
Ich wünsche mir, dass wir so schnell wie möglich wieder kicken dürfen und weiterhin so intensiv wie im letzten Jahr auf dem Gelände gearbeitet wird. Besonders über neue Auswechselbänke würde ich mich freuen. Wenn ich träumen darf: ein Flutlicht für den ersten Platz wäre sensationell! Der Rasen auf Platz 2 wird dieses Jahr hoffentlich nochmal besser, da konnten wir im letzten Jahr einen großen Sprung machen. Ab und zu ist der aber noch ein bisschen uneben.

Die Zusammenarbeit der Jugenden soll auch weiterhin erhalten bleiben, das ist glaube ich selten. Gerade bei den Arbeitseinsätzen haben wir gemeinsam tollen Einsatz gezeigt und viel bewegt. Das macht mich stolz! Die ganzen Veränderungen haben den Verein deutlich lebendiger gemacht, was man vor einigen Jahren noch nicht so war. Dafür sind alle Fußballer dankbar und stolz auf die FSSV.

Vielen Dank für deine Einblicke und bis bald auf dem Platz!